Bürgerschaft Kupferdreh e.V. 
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  Gedenkstunde zum Volkstrauertag  
 

 
  15. November 2009  
 

 

 
 

 
 

Trotz des schlechten Wetters nahmen zahlreiche
Bürgerinnen und Bürger an der Gedenkstunde teil.

 
     
 

Traditionell veranstaltete die Bürgerschaft Kupferdreh auch in diesem Jahr wieder am Mahnmal im Benderpark eine Gedenkstunde zum Volkstrauertag. Trotz des schlechten Wetters folgten zahlreiche Besucher der Einladung, der Opfer von Kriegen und Gewalt zu gedenken. Als Redner konnte die Bürgerschaft Muhammet Balaban, den Vorsitzenden des Integrationsbeirates der Stadt Essen  und des Essener Verbandes der Emigranten-Vereine e.V. gewinnen. Damit hielt zum ersten Mal ein Muslim die Volkstrauertagsrede in Kupferdreh.

 
 

 

 
 

 
 

Muhammet Balaban, der Vorsitzende des Integrations-
beirates der Stadt Essen, hielt die Volkstrauertagsrede
(hinten unser stv. Vositzender, Otto Grimm)

 
 

 

 
 

Nach der Begrüßung durch den stv. Vorsitzenden der Bürgerschaft, Otto Grimm, versäumte es Balaban nicht, sich für die Einladung herzlich zu bedanken und stellte dar, dass es für ihn eine Ehre sei, bei dieser Gelegenheit seine Gedanken zum Ausdruck bringen zu dürfen. Dabei spannte er schnell den Bogen von den Weltkriegen zu den aktuellen Ereignissen in aller Welt. Sehr persönlich stellte Balaban dar, wie er den 11. September mit den Attentaten in New York erlebt hatte, wie er sich Gedanken und Sorgen über die Konsequenzen im Zusammenleben von Christen und Muslimen machte. Balaban appellierte an alle Menschen, nicht nur an Moslems oder Christen, nicht wegzuschauen, sondern sehr genau die Entwicklungen zu verfolgen, sei es irgendwo in der Welt oder direkt vor der eigenen Tür. Dabei ging er nicht nur auf die Opfer von Krieg, Terror und Gewalt ein, sondern auch auf die Menschen, die etwa unter Naturkatastrophen zu leiden haben, und forderte zu einer weltweit gerechten Klima- und Umweltpolitik auf.  Balaban beendete seine Ausführung mit einem Gleichnis aus der Bibel und einem Vers aus dem Koran und rief dazu auf, dass sich alle Menschen gegenseitig respektieren sollen, denn nur so sei ein friedliches Zusammenleben ohne Krieg und Gewalt möglich.  

 
     
 

 
 

Muhammet Balaban (links) und Uli Matenar
bei der Kranzniederlegung

 
     
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